Textilwörterbuch mit Sacherklärungen

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Naturseide (f)

Eiwei(sekret der Spinndrüsen Seidenspinnerraupen, das an der Luft zu einer feinen doppelschichtigen Faser erstarrt. Es wird zwischen der echten Maulbeerseide vom heimisch gewordenen Seidenspinner und der vom halbwilden japanischen und chinesischen Eichenspinner stammenden Wildseide - der Tussahseide - unterschieden. Die Naturseide wird von der Raupe gebildet, während sich diese verpuppt, wobei sie sich in die Seide einwickelt. Ein Teil der Fasern auf der Oberfläche des Seidenspinnerkokons, der nicht abgewickelt werden kann, wird für die Herstellung von Kammgarnen verwendet, die Schappeseide. Die Kämmlinge und der qualitativ minderwertigere Abfall eignen sich zur Erzeugung der Bouretteseide. Der Innenteil des Kokons enthält die kostbare Faser, die zur sog. Grègeseide abgewickelt wird. Ihre Länge bewegt sich zwischen 900 bis 1000 m. Die Seidenfaser besteht aus der eigentlichen Faser aus Eiwei(fibroin (76 %) und der Leimhülle aus Eiwei(sericin (22 %), den Rest bilden Fette, Wachs und Mineralsalze. Die Faser der Naturseide gehört zu den edelsten und feinsten Naturfasern mit der höchsten Rei(festigkeit. Kennzeichnend für die Naturseide ist ihr typischer hoher Glanz und ihre hohe Verformbarkeit. Beheimatet ist die Naturseide in China, wo sie bereits vor 5000 Jahren bekannt war. Anfangs unserer Zeitrechnung verbreitete sie sich nach Korea, Japan und Indien. Die wichtigsten Naturseide produzierenden Länder sind Japan, China, die Staaten der ehemaligen UdSSR, Italien, Spanien und Indien. In jüngster Zeit wird die Naturseide von den synthetischen Fasern verdrängt. Naturseide findet Anwendung für Damenkleiderstoffe, Gewebe für Herrenhemden, Krawatten, Nähfäden und Fallschirme.



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