Textilwörterbuch mit Sacherklärungen

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Seersucker (m)

Leichtes, luftiges, poröses Gewebe mit charakteristischen gefalteten Längseffekten, die aus Gruppen unregelmä(iger Streifen oder Karos zusammengesetzt sind. Verwebt ist das aus mittelfeinen Kammgarnen hergestellte Gewebe in Leinwandbindung. Der reliefartige Effekt wird infolge der unterschiedlichen Spannung der von zwei Kettbäumen zugeführten Kettfäden erzielt. Im Falle von baumwollartigen und leinenartigen Geweben wird der gleiche Effekt durch Einwirkung einer Natriumhydroxidlösung, die ein Schrumpfen der entsprechenden Teile des Gewebes hervorruft, erreicht. Das Gewebe findet Anwendung für Damensommerkleider, Blusen und Röcke. Die Bezeichnung wurde vom persischen shirushaker = runzelig, gefaltet abgeleitet.



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