Textilwörterbuch mit Sacherklärungen

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Stofffehler (pl), partiell

Kommt in einem begrenzten Bereich des Stoffes vor. Maschensprengschaden (m) - Defekt in der Maschenware, der bei der Herstellung durch z.B. fehlerhafte Maschenbildung oder bei der Verarbeitung durch z.B. Eindringen der Nadel oder Stanzen entsteht. Garnverdickung – Auftreten in Gestricken und Gewirken, die durch in den Faden eingesponnene Garnverdickungen, gewöhnlich in unterschiedlichen Farben, entstehen. Lose Schlingen/lose Flottung – Lose liegende Fäden, die beim Übergang von einer zur anderen Nadel in Gestricken bzw. von glatten zu rauhen Gestricken dadurch entstehen, dass Nadeln ganz oder vorübergehend außer Tätigkeit sind. Laufmasche – nicht befestigte Masche, aufgrund der die darunterliegenden Maschen ebenfalls keinen Halt mehr haben und sich ein gerader fehlerhafter Streifen im Material ergibt. Nicht abgebundene Masche, Springer – lange Masche, die über zwei oder mehrere Reihen geht (siehe Flottung). Durchscheinen (fehlerhafte Abdeckung) – Auftreten bei Doppelgeweben (wenn zwei verschiedene Materialien verwendet werden, von denen eines abgedeckt wird und eines die Abdeckung ist). Durch die fehlerhafte Abdeckung schimmert der abzudeckende Stoff auf der Gegenseite durch. Dickstellen – in Form von ungedrehten Stellen in einem Garn, die ein unregelmäßiges Erscheinungsbild des Fertigproduktes erzeugen. Der Fehler entsteht während der Garnherstellung. Anflug – ein oder mehrere unterschiedliche Fremdfäden werden in den Stoff mit eingewoben. Die Fäden können durch ihre Spannung, Feinheit, Spiegelung, Form, Verunreinigung, Farbe, Zwirnung oder Zusammensetzung differieren. Webfehler – in einem bestimmten Bereich ist die Art der Bindung nicht korrekt. Fehlende Kett- oder Schussfäden werden als Laufmasche sichtbar. Im Deutschen gibt es für die fehlende Verbindung der Kett- und Schussfäden keinen speziellen Begriff. Diese Fehler können kleinere oder größere Bereiche von ungebundenen Fäden auf der Stoffoberseite betreffen. Gestickte Schadstelle – sie entstehen bei der Ausbesserung von Stofffehlern. Webnest – damit sind mehrere nebeneinanderliegede Flottierungen gemeint, die gerissene Fäden auf einem kleineren Bereich beinhalten können. Eingezogener Schuss – entsteht beim Weben durch Einziehen eines zusätzlichen Fadens in die Grundbindung. Daher ist der Schuss über eine gewisse Stoffbreite doppelt vorhanden. Kurzer Schuss – entsteht beim Weben wenn der Schussfaden nicht über die gesamte Stoffbreite reicht und er daher zu einem bestimmten Teil fehlt. Doppelter Schaft - entsteht beim Weben wenn zwei Kett- oder Schussfäden zusammen als einer eingebunden werden. Schlinge – eine unerwünschte Schlinge eines Kett- oder Schussfadens. Knoten – fehlerhafte Verbindung der Kett- oder Schussfäden auf der rechten Warenseite. Eingerissener Bereich – fehlender Schussfaden in einem kleinen Bereich. Verzogene Kante – eingerissene oder verformte Kante, z.B. ausgezogen, locker, gefaltet, wellig, getrennt. Nadelspuren – perforierte oder ausgerissene Fäden in der Nähe der Webkante. Verzug – der Stoff ist gegenüber den benachbarten Bereichen über eine bestimmte Fläche schmäler (verzogen). Schussstreifen – Band über die gesamte Stoffbreite, das sich vom übrigen Stoff unterscheidet. Es kann entstehen durch eine unregelmäßige Schaftbewegung oder unterschiedliche Schussfadenspannungen (zurückzuführen auf einen gerissenen Schussfaden und dem wiederholten Weben mit einem Neuen), unterschiedlich gefärbte Schussfäden oder durch Einweben von Schussfäden in unterschiedlicher Konstruktion oder Zusammensetzung. Eingewebtes Teil – eine Stelle in einem Stoff, an dem Schmutz oder andere Materialien, z.B. Splitter, etc. in den Stoff eingearbeitet worden sind. Knickstellen, Ausrüstungsfalten - sichtbare, unterschiedlich verteilte Spuren von scharfen Knicken, die normalerweise nicht entfernt werden können. Sie entstehen wenn der Verformungsdruck höher als die Faserelastizität ist, z.B. beim Abziehen des Stoffes oder beim Fixieren, oder bei der Lagerhaltung, ect. Löcher – Stellen im Stoff mit zerstörten Fadengruppen, die kleinere oder größere Öffnungen hervorrufen. Flecken – verschmutzte Stellen im Stoff in verschiedenen Größen und Stärken. Glänzende Tupfen – ein Punkt in einem Stoff mit unerwünschtem Glanz. Fehler in den Haaren – sie können auf viele Arten entstehen, z.B. durch ungleichmäßige Stärke des Webgarns, Herausziehen von einer Wollflocke. Fehlerhafte Schlingenbildung – falsch gebildete Schlingen in einer Schlingenware. z.B. höhere oder niedrigere Schlingen, fehlende oder ausgezogene Schlingen. Fadenzieher – lokal verstärkte Spannung im Stoff, die durch einen ausgezogenen Faden entsteht.



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